Polytrauma - eine Herausforderung für die Medizin

Unterliegt ein Mensch einem hochenergetischen Trauma, ist das Ausmaß seiner Verletzungen im Rettungsdienst und bei Klinikaufnahme nur selten bekannt. Die Versorgung von Unfallverletzten setzt bei Helfern und Ärzten fundiertes Wissen über Pathophysiologie des Schocks und seiner Therapie, über diagnostische Möglichkeiten und über chirurgisches und intensivmedizinisches Vorgehen voraus. Die Grundlage für eine gute Patientenversorgung ist daher eine Versorgung nach eingespielten Standards durch erfahrene Teams. In der präklinischen Versorgung durch Notärzte, Rettungsassistenten und technische Rettung (Feuerwehr). In der Klinik durch chirurgisches, anästhesiologisches und radiologisches Personal. Im Hintergrund sollten Konsiliarien anderer Disziplinen kurzfristig erreichbar sein.

Hämorrhagie und Hypoxie verursachen beim Polytraumatisierten zwar einen stereotypen Ablauf, und das versetzt uns in die Lage, standardisierte Therapieschemata anzuwenden. Standards dürfen jedoch nicht dazu führen, die Vertiefung des eigenen Wissens zu unterlassen. Sie dienen als Grundlage eines zielgerichteten Arbeitens, nicht als "Fließbandschema". Je größer das Verständnis für die pathophysiologischen Zusammenhänge, umso effizienter und vorausschauender kann die Therapie verlaufen.

Diese Website soll eines Tages als Anlaufpunkt für Ärzte, Rettungsdienstpersonal, Anästhesie- und Intensivschwestern und -pfleger und alle anderen dienen, die an der optimalen Versorgung des polytraumatisierten Patienten interessiert sind.

Bis bald!

Eike Nickel und Roland Koch